Cembalo / Harpsichord / Klawesyn

Das Cembalo (eigtl. Clavicembalo aus lat.: clavis Schlüssel; cymbel Zimbel; auch Gravicembalo) ist ein historisches Tasteninstrument. Es wird auch Kielflügel genannt.

Geschichte:

Das Cembalo etablierte sich in der Renaissance und erlebte seine Blütezeit durch das gesamte Barock hindurch, bis es nach und nach durch den direkten Vorgänger des heutigen Klaviers, das Hammerklavier (Fortepiano), verdrängt wurde. Noch Ludwig van Beethoven sieht in einigen seiner frühen Werke das Cembalo als mögliche Besetzung vor.

Die Wiederentdeckung des Cembalos fällt in das frühe 20. Jahrhundert und ist eng mit der polnischen Cembalistin Wanda Landowska verknüpft. Der bald einsetzende Cembalo-Boom brachte allerdings Instrumente hervor, die sich weniger an historischen Vorbildern denn am zeitgenössischen Klavierbau orientierten. So wurden Metallrahmen und andere moderne Materialien eingesetzt, zumeist um die Klangstärke zu erhöhen. Dass der Cembaloklang lange Zeit als leblos und starr verschrien war, ist vor allem diesen Neubauten zuzuschreiben.

Mit dem Aufkommen der Historischen Aufführungspraxis für Alte Musik erfolgte auch eine Rückbesinnung auf die instrumentenbauliche Tradition und eine Hinwendung zu historischen Baumaterialien, Handwerksprozesse etc.

Bedeutende Cembalisten:

Historisch:

    * Ralph Kirkpatrick
    * Wanda Landowska
    * Karl Richter
    * Helmut Walcha

Aktuell:

    * Bob van Asperen
    * Huguette Dreyfus
    * Kenneth Gilbert
    * Christopher Hogwood
    * Jos van Immerseel
    * Ton Koopman
    * Gustav Leonhardt
    * Trevor Pinnock
    * Christophe Rousset
    * Christine Schornsheim

http://de.wikipedia.org/wiki/Cembalo

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